57 afleveringen
- Warum kann Musik voller Verzweiflung so viel Trost spenden?
Mit dieser Frage beginnt unser Gespräch mit P.G., Gründer, Sänger, Bassist und Produzent von GROZA. Und sie begleitet uns durch mehr als drei Stunden voller Musikbegeisterung, ehrlicher Gedanken, berührender Geschichten und ziemlich guter Abschweifungen. Gemeinsam tauchen wir tief in eine Musik ein, deren Härte für uns Geborgenheit bedeuten kann – und in der selbst zwischen Blastbeats und gewaltigen Gitarrenwänden Platz für Ruhe bleibt.
P.G. erzählt von seinen musikalischen Anfängen zwischen dem elterlichen Rockplattenkosmos, einer enttäuschenden Klavierstunde und der Entdeckung von Nirvana und Metallica. Wir sprechen über die prägende Begeisterung für Mgła, den Beginn als Soloprojekt und den Weg zu einer Band, in der Vertrauen auch bedeutet, einander widersprechen zu können. Dabei verfolgen wir die Entwicklung von „Unified In Void“ über „The Redemptive End“ bis zu „Nadir“: musikalisch, menschlich und in der wachsenden Bereitschaft, sich in den eigenen Texten zu öffnen.
Natürlich wird es auch ausgiebig nerdig. P.G. erklärt, weshalb viel seiner Musik auf Akustikgitarre und Klavier entsteht, wie aus einzelnen Fragmenten gemeinsame Songs werden und welche Entscheidungen erst im Proberaum fallen. Es geht um DIY-Produktion, frische Ohren beim Mixing, den Kampf mit dem perfekten Snaresound und Blastbeats als musikalische Textur. Und wir diskutieren, was von einem Song bleibt, wenn man seine Gitarrenwand gegen ein Klavier eintauscht.
Besonders persönlich wird das Gespräch bei „Nadir“ und der Erinnerung an Mike. P.G. erzählt vom Verlust des Bandmitglieds und Freundes, von dessen Wunsch, dass GROZA weitermachen, und davon, wie seine Ideen und Aufnahmen weiterhin Teil der Band bleiben. Wir sprechen über „Daffodils“, P.G.s Wechsel von der Gitarre zum Bass und die Erfahrung, dass das Spielen dieser Musik einen Ort für Trauer, Erinnerung und Verbindung schaffen kann.
Weitere Wege führen uns zu „Asbest“ und dem Schreiben in der Muttersprache, zu den offenen Deutungsmöglichkeiten von Songtexten und zur Resignation in „Equal. Silent. Cold.“. P.G. beschreibt außerdem, wie Masken und Kapuzen ihm helfen, sich auf der Bühne auf die Musik einzulassen. Dass dabei auch Hitze und die durchaus umstrittenen Waschintervalle der Bühnenklamotten eine Rolle spielen, bleibt selbstverständlich nicht unerwähnt.
Wir reden über GROZA als leidenschaftliche Liveband, über Touren zwischen Schichtdienst und Urlaubstagen und über die künstlerische Freiheit, die ein Job neben der Musik ermöglichen kann. Über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit AOP Records, das kommende vierte Album und einen Begriff von Erfolg, der sich an Verbindung und Erfüllung orientiert.
Ein langes, herzliches und sehr offenes Gespräch mit P.G. über das Bedürfnis, Musik zu machen – und darüber, wie aus etwas zutiefst Persönlichem eine Erfahrung werden kann, in der sich andere Menschen wiederfinden.
Nehmt Euch Zeit. Es gibt viel zu hören, viel zu entdecken und erstaunlich viel zu lachen.
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Zusätzliche Links zur Show:
Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 56:
>> https://open.spotify.com/playlist/7HdZ3WMhWnN8Q71gl4RXBe?si=s1YaT_qyT1aX324QiBLLTA
„Daffodils“ zum Nachlesen, angekündigt bei 02:13:46: Song und vollständiger Text auf GROZAs Bandcamp-Seite.
P.G.s Empfehlung Vanus, angekündigt ab 03:15:25: Vanus auf Bandcamp. Dort findet Ihr auch die aktuelle Veröffentlichung „Nekrotrophie“.
GROZA – „Nadir“ mit Songtexten und Credits, zum Vertiefen der besprochenen Stücke. GROZA
„Linkin Park: Unshatter“, P.G.s Filmempfehlung bei 03:02:55.
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RUBRIK: Die Hausaufgabe
Lars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.
Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt immer jede Menge Gesprächsstoff!
Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene Album führen wir hier https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit Wertung auf. Ihr könnt Eure Punktzahl als Mail an tunefish@derherrgott.de, über das Formular auf der Seite oder via Social Media schicken.
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5 Sterne, Abos und Likes bei den einzelnen Folgen sind unser schönster Applaus.
Stay tunefished,
Lars & Markus
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Mastodon Episode 55 | MUFF POTTER – Kann ich Euch abends anrufen, um einfach über Musik zu reden? – mit Thorsten Nagelschmidt
02-10-2026 | 2 u. 25 Min.Muff Potter: Klepto, kreative Krisen und ein ziemlich guter Shit-Detektor
Wir hatten eine Stunde verabredet. Dann haben wir angefangen, über Musik zu reden. Ihr kennt das Problem. Thorsten Nagelschmidt jetzt auch.
"Man muss nicht alles verstehen, um alles fühlen zu können."
In Folge 55 ist der Schriftsteller, Sänger, Gitarrist und Texter von Muff Potter zu Gast – und Markus versucht zumindest anfangs noch, seine jahrzehntelange Begeisterung für diese Band in ein halbwegs professionelles Gespräch zu verwandeln. Klappt stellenweise. Zum Glück hat Thorsten mindestens genauso viel Lust, sich in Songs, Sprache und den vermeintlich kleinen Entscheidungen zu verlieren, die am Ende eine ziemlich große Platte ausmachen.
Selber machen. Bis man nicht mehr kann.
Wir sprechen über die Anfänge in der DIY-Szene, selbst veröffentlichte Platten und die Freiheit, niemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Aber auch darüber, was von dieser Freiheit übrig bleibt, wenn man vor lauter Organisation, Vermarktung und Existenzsicherung kaum noch zum Musikmachen kommt.
Thorsten erzählt offen von Überforderung, der Auflösung 2009, der Trauer und Erleichterung danach – und von der durchaus berechtigten Frage, warum man sich eigentlich auflösen muss, wenn man auch einfach lange nichts machen könnte. Dazu geht es um die Rückkehr der Band, das Leben zwischen Musik und Literatur und einen gekündigten Nebenjob, dessen Ende bis heute zu seinen schönsten Erinnerungen gehört.
Bitte weniger fett. Und vielleicht ein bisschen falscher.
Mit „Klepto“ steigen wir tief in den Maschinenraum von Muff Potter: Wie werden aus Einflüssen, Zitaten und aufgeschnappten Gedanken eigene Songs? Warum kann eine beiläufige Bassübung der Anfang von etwas Großem sein? Und weshalb nimmt man Gesang noch einmal auf, obwohl die Töne beim ersten Versuch doch eigentlich alle "richtig" waren?
Wir reden über pappige Toms, lebendige Aufnahmen, eine schrottige GarageBand-Trompete, die bleiben durfte, und den bandinternen Shit-Detektor. Über Texte, die erst in Mexiko fertig werden, und die Kunst, ein Album so zusammenzustellen, dass die Songs miteinander etwas anfangen können.
Lars öffnet zwischendurch selbstverständlich noch die Tür zur Vinylphysik. Wir sind schließlich nicht zum Spaß Musiknerds. Also äh, ... doch. Genau deswegen.
Offen bleiben. Auch wenn’s draußen härter wird.
Es geht um Selbstzweifel und das Vertrauen ins eigene Gespür. Um musikalische Neugier, Angine de Poitrine und die Freiheit, Musik zu lieben, ohne vorher sämtliche Referenzen entschlüsselt zu haben. Und darum, sich gegen gesellschaftliche Härte zu stellen, ohne selbst innerlich zu versteinern.
Ein ausführliches, herzliches Gespräch über die Arbeit hinter der Kunst – mit reichlich Abschweifungen, ehrlicher Begeisterung und einem Gast, der am Ende fragt, ob er uns auch einfach abends zum Musikquatschen anrufen darf.
Darf er. Ihr könnt schon jetzt zuhören.
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MUFF POTTER LINKS:
Muff Potter – offizielle Website
Das neue Album KLEPTO, Vorbestellung, die Singles und sämtliche Tourtermine inklusive Ticketlinks. Das Album erscheint am 18. September 2026.
Muff Potter – offizielle Website
KLEPTO – Album auf Bandcamp
Die offizielle Bandcamp-Seite enthält die komplette Tracklist:
Muff Potter – KLEPTO auf Bandcamp
KLEPTO-Tour 2026 / Tickets
Im November folgt eine umfangreiche Tour mit Leipzig, München, Darmstadt, Dortmund, Bremen, Köln, Münster, Hamburg, Erlangen, Wien und Berlin. Auf der offiziellen Bandseite stehen die direkten Ticketlinks.
KLEPTO Tour 2026 & Tickets
Die komplette Muff-Potter-Diskografie auf Bandcamp
Die offizielle Bandcamp-Seite versammelt die Diskografie ziemlich schön.
Muff Potter – komplette Diskografie
MUFF POTTER auf Youtube
Thorsten Nagelschmidt Autorenseite
Bohren & der Club of Gore – offizielle Website
Studio Nord Bremen
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RUBRIK: Die Hausaufgabe
Lars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann subjektiv auseinandergenommen wird.
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MastodonEpisode 54 | Die Geschichte des Metals TEIL 3 – "Electric Callboy ist kein Metal"
18-09-2026 | 2 u. 45 Min.Metal ist tot. Schon wieder. Oder vielleicht war er einfach nie lebendiger.
Im dritten Teil unserer Metal-Reihe versuchen wir deshalb gar nicht erst, die vergangenen 25 Jahre brav in Subgenres zu sortieren. Gemeinsam mit Gitarrist und Produzent Axel Ritt sowie Marcus Görner vom Metal Marcus Metal Podcast geraten Markus und Lars stattdessen mitten hinein in die große Identitätskrise des modernen Metal:
Was bedeutet eigentlich „authentisch“ – ehrlich zu sein oder lediglich genau so zu klingen, wie andere es bereits kennen?
Von Manowars grauenhaftem True-Metal-Pathos über Ghost, Sleep Token und Electric Callboy bis zu Black Metal mit Banjo geht es um die Frage, wer heute noch festlegen darf, was Metal ist. Reicht das richtige Riff? Braucht es eine Szene, eine Kutte oder wenigstens eine glaubwürdige Fellunterhose? Und warum akzeptieren wir Masken, Kunstfiguren und aufwendige Bühnenshows – regen uns aber über Backingtracks auf?
Wir sprechen über Wacken als gigantisches Treffen zahlreicher Szenen, über Genrepolizei und Generationenkonflikte, über Retro-Rock zwischen liebevoller Traditionspflege und nahezu perfekter Kopie. Wann ist ein musikalisches Vorbild eine Inspiration – und wann lebt eine Band nur noch als gut gekleideter Parasit auf dem Rücken der Vergangenheit?
Axel nimmt uns außerdem mit hinter die Studiotür: in eine Welt aus DAWs, Drum-Samples, Amp-Simulationen und Presets, in der technisch perfekte Produktionen paradoxerweise immer ähnlicher klingen können. Wenn Tausende Gitarristen dasselbe Plugin und dieselbe Signalkette verwenden, wie viel Persönlichkeit bleibt dann noch im Ton? Und wäre ein nicht ganz perfekter, aber unverwechselbarer Sound möglicherweise das modernere Statement?
Schließlich landen wir bei künstlicher Intelligenz und einem Gedankenexperiment: Wenn eine Maschine morgen einen vollkommen überzeugenden neuen Neil-Young-Song erschafft – berührt uns dann die Musik oder fühlen wir uns lediglich besonders kunstvoll belogen?
Eine Folge über Originale und Kopien, echte Gefühle und kalkulierte Wirkung, schwarze Löcher der Euphorie und die beruhigende Erkenntnis, dass Metal offenbar sogar seine eigenen Todesanzeigen überlebt.
Und Lars fällt am Ende ein abschließendes Urteil:
Electric Callboy ist kein Metal. Punkt.
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Diese Links sind redaktionelle Ergänzungen und wurden nicht ausdrücklich in der Sendung versprochen:
Axel Ritt – offizielle Website
JÄST – offizielle Website
Metal Marcus Metal Podcast
Metal Marcus – Interview mit Axel Ritt
TuneFish – Episodenübersicht
GROZA bei Bandcamp
Panopticon bei Bandcamp
Panopticon – Kentucky
Neural DSP – Archetype: Nolly X
Gary Moore feat. Ozzy Osbourne – Led Clones bei Spotify
Wacken Open Air
Hellfest
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RUBRIK: Die Hausaufgabe
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Mastodon- Konsens ist auch keine Lösung – vier Musiknerds, kein Skript und die Hoffnung, dass wenigstens einer denselben Song gut findet.
StammFish Nummer 7! Lars, Stefan, Ludger und Markus sitzen wieder zusammen, empfehlen sich gegenseitig Musik und versuchen anschließend zu verstehen, was zum Teufel die anderen daran finden. Natürlich respektvoll. Meistens. Schließlich wollen wir unseren musikalischen Horizont erweitern, auch wenn der sich gelegentlich von innen gegen die Tür stemmt.
Zurück in die Musikgeschichte – bitte nichts anfassen!
Diesmal stellt Ludger die Einstiegsfrage: Welche zehn Minuten der Musikgeschichte würdet ihr gern persönlich miterleben? Plötzlich stehen wir mit Rick Rubin und Danzig im Studio, bei Depeche Mode im Rose Bowl oder vor einem ausverkauften Bad-Religion-Konzert. Woodstock lockt ebenfalls, sofern man auf historische Schwingungen und sehr schlechtes Camping steht. Dass manche von uns die Zeitmaschine lieber zur nachträglichen Verhinderung bestimmter Bands nutzen würden, war leider absehbar.
Die Suche nach dem Konsensalbum geht weiter. Die Erfolgsaussichten bleiben unübersichtlich.
Mit Cardinals, mary in the junkyard und Margaret Glaspy landen ziemlich unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch. Wir reden über Akkordeons, aufdringliche Gitarren, Stimmen, die einem direkt ins Ohr kriechen, und die Frage, warum Musik für den einen emotionaler Volltreffer und für den anderen bloß sympathisches Hintergrundgeräusch ist.
Unsere eigentliche Hausaufgabe liefert TWIN NOIR: Zwischen Punk, Elektronik, düsteren Sounds und unbedingtem Tanzdrang diskutieren wir, wie frisch die Achtziger heute klingen können. Stefan und Markus wollen am liebsten die Möbel aus dem Fenster werfen und lostanzen. Lars sucht eher Leid und Abgründe, möchte dabei aber bitte nicht auf die Tanzfläche gezerrt werden. Ludger hört derweil sehr genau hin, bevor hier irgendjemand leichtfertig zehn Punkte verteilt.
Lieblingsplatten, lebende Legenden und erstaunliche Bildungslücken
Warum bleibt Robert Smith für uns so großartig? Wann sollte man alte Aufnahmen neu machen – und wann lieber ihre lieb gewonnenen Macken in Ruhe lassen? Über The Cure, die Toten Hosen, Placebo und Pink Floyd geraten wir mitten in die Frage, ob Musiknerds eigentlich alle großen Klassiker gehört haben müssen. Es folgen Geständnisse, die andernorts vermutlich zum Entzug des Plattenspielers führen würden. Ludger erklärt unterdessen, warum „Born to Run“ als Rechtfertigung für die Existenz der Menschheit durchaus ausreicht.
Und dann wird’s ernst. Auch ohne Einigkeit.
Von Ikimels Provokationen führt uns das Gespräch zur Debatte um Danger Dan und das ZDF: Wo endet künstlerische Zuspitzung, wann hören wir einen Gewaltaufruf – und legen wir dieselben Maßstäbe an, wenn uns die politische Haltung dahinter nicht gefällt? Wir widersprechen uns deutlich, fragen nach und diskutieren über Kunstfreiheit, Selbstverteidigung und Verantwortung.
Auch KI-Musik beschäftigt uns: Was möchten wir darüber wissen, wie ein Song entstanden ist? Und was passiert mit unserer Begeisterung, wenn ausgerechnet die berührendste Stelle von einer Maschine stammt?
Zum Durchatmen erzählt Ludger vom Gent Jazz und den Alabama Shakes, Admiral Freebie sorgt für überraschende Zustimmung, und die Vergabe der nächsten Hausaufgaben entwickelt sich zu einer mittelschweren Verfahrenskrise.
Setzt euch dazu, hört mit und widersprecht uns gern: Welches Album könnte uns alle vier begeistern? Wir nehmen Vorschläge entgegen. Und anschließend auseinander.
Disclaimer: Aufgezeichnet am 20. Juli. Die besprochenen Debatten beziehen sich auf den Stand zum Aufnahmezeitpunkt.
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RUBRIK: Die Hausaufgabe
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Mastodon - Was passiert eigentlich, wenn zwei Musiker konsequent jede Schublade verweigern?
In dieser Episode erfüllen wir uns einen lang gehegten Wunsch und begrüßen endlich Jarii van Gohl und Andrej Dietrich, die beiden Musiker hinter der legendären Band DŸSE im TuneFish Musiknerd Podcast. Und aus einem Gespräch über Noise Rock wird ziemlich schnell eine philosophische Reise über Mauern – echte, gesellschaftliche und die in unseren eigenen Köpfen.
Wir sprechen darüber, warum kreative Grenzen oft spannender sind als grenzenlose Möglichkeiten, weshalb ein absichtlich schief gesungener Song vielleicht einer der wichtigsten ihrer Karriere ist und warum DŸSE sich lieber weiterentwickeln, als zum hundertsten Mal dieselbe Platte aufzunehmen. Es geht um Punk als Haltung, um Humor als Einladung statt Klamauk, um David Bowie, Igor Strawinsky, Tarantino und die Kunst, Menschen lieber neugierig zu machen als ihnen Antworten vorzusetzen.
Natürlich tauchen wir auch tief in die Geschichte der Band ein: Wie klingt ein Duo so gewaltig? Warum kann Beschränkung kreativer sein als Überfluss? Weshalb ist DŸSE für viele Musiker*innen eine der spannendsten Bands Deutschlands? Und warum entstehen manche ihrer radikalsten Ideen genau dort, wo andere längst aufgehört hätten?
Außerdem reden wir über das außergewöhnliche Kunstprojekt MAU R, Demokratie, gesellschaftliche Verantwortung und darüber, weshalb „Nazis raus“ zwar richtig ist, aber noch lange nicht das Ende eines Gesprächs sein sollte.
Diese Episode ist kein klassisches Bandinterview. Sie ist ein gemeinsamer Gedankenspaziergang über Musik, Kunst, Kreativität, Zweifel, Haltung und die Frage, wie wir vielleicht ein paar Mauern weniger mit uns herumtragen könnten.
Ach ja ... und ganz nebenbei erfahrt ihr auch noch, warum ein bewusst miserabel gespielter Song manchmal verdammt viel mehr Aussagekraft besitzen kann als der perfekte Hit.
Viel Spaß mit einer der tiefsten, lustigsten und inspirierendsten TuneFish-Folgen bisher.
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EIN PAAR LINKS FÜR EUCH:
DŸSE – offizielle Website
Der zentrale Link: aktuelle Tourdaten, Shop, Musik und die aktuellen MAU-R-Aktivitäten laufen dort zusammen.
Offizielle Website von DŸSE
MAU R / aktuelle Tour & Projekt
DŸSE – MAU R und aktuelle Tour
Audiochimaere
Die offizielle Bandcamp-Seite mit Trackliste, Credits und sämtlichen beteiligten Gästen. Die EP erschien am 15. September 2025; beteiligt sind unter anderem Laura Kempa, Fatima von Dead End Kids, Daniel Kotitschke von Van Holzen, Harry Armstrong von Orange Goblin und Reverend Beat-Man.
DŸSE – Audiochimaere auf Bandcamp
Widergeburt
Die offizielle Bandcamp-Seite bmit der umfangreichen Gästeliste – darunter Farin Urlaub, Alexander Dietz, Oliver Riedel, Thorsten Scholz und weitere.
DŸSE – Widergeburt auf Bandcamp
DŸSE auf Spotify
„Jetzt einfach weiterhören“. Dort sind Widergeburt, Audiochimaere, MAU R und die weitere Diskografie gebündelt.
DŸSE auf Spotify
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Unsere begleitende Spotify Playlist zur Episode 52:
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