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  • Der Pragmaticus Podcast

    Neustart für Österreich: Wahnsinn Bürokratie

    03-08-2026 | 32 Min.
    In Österreich wurde jüngst ein Paket zur Entbürokratisierung abgesagt. Warum ist das so? Und was könnte dennoch Abhilfe schaffen? Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema: 
    Alle fordern den Abbau von Bürokratie – doch niemand macht mit. Jan Kluge, Experte für die Themen Klima, Wirtschaftsstandort und Digitalisierung im wirtschaftsliberalen Thinktank „Agenda Austria“, nennt die drei Interessengruppen, die eine Vereinfachung von Gesetzen, Vorschriften und Verwaltungsaufgaben verhindern: die Beamten selbst, die Politik und vor allem Lobbyisten, die neue Vorschriften fordern, um ihren Auftraggebern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

    Von absurd wirkenden Detailvorschriften über wachsende Berichtspflichten in der EU bis hin zu halbherzigen Reformversuchen in Österreich zeigt das Gespräch, warum Entbürokratisierung in der Praxis so oft stecken bleibt. Kluge blickt auch auf internationale Beispiele: auf die chaotisch verlaufende Radikalkur von Elon Musk und auf Argentinien, wo der Staat Regeln tatsächlich systematisch durchforstet und anschließend ganze Behörden geschlossen sowie Zehntausende Beamte entlassen hat. 

    Es ist ein Gespräch über Macht, Beharrungskräfte und die Grenzen staatlicher Steuerung – und über die beunruhigende Frage, was passiert, wenn selbst Experten das System nicht mehr vollständig überblicken. 

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Jan Kluge ist Ökonom beim Thinktank Agenda Austria, wo er sich über Themen wie Wirtschaftsstandort, Digitalisierung und Klimaschutz den Kopf zerbricht. Zuvor war er Senior Researcher am Institut für Höhere Studien in Wien und Doktorand am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung („ifo“) in Dresden.

     Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
  • Der Pragmaticus Podcast

    Und was, wenn die Russen kommen?

    28-07-2026 | 24 Min.
    Noch ist Russland im Krieg in der Ukraine gebunden, doch der große Plan ist, eines Tages in Europa einzufallen. Ein Weckruf. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema: 
    Gefahren zu erkennen, setzt voraus, dass sie erst plausibel gemacht werden. In geopolitischen Umbruchszeiten ist das oft nicht einfach. Dass Russland Europa angreifen könnte, ist ein realistisches Szenario, das die Menschen in Europa ernst nehmen sollten, sagt der österreichische Militärstratege Franz-Stefan Gady und hat ein Buch darüber geschrieben, wie sich so ein russischer Überfall abspielen könnte.

    „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ (Molden Verlag) ist eine spannende Fiktion, wie sich Spannungen aufbauen und wie sich das aus Sicht von Laien anfühlen könnte. Es ist eine Dystopie, doch auf Basis von aufwändigen Recherchen verfasst. Diese zeigen, wie intensiv Russland sich mit Desinformation und Cyberattacken schon darauf vorbereitet. Dass Österreich die Neutralität helfen würde, hält Gady schlichtweg für naiv. Im Gegenteil, sie steht Österreich im Weg, wenn es darum geht, sich mit NATO- und EU-Mitgliedern im Angriffsfall verbünden zu wollen. Wer denkt, dieser Podcast sei reine Panikmache, sollte reinhören. Denn Gady zeigt auch, wie man sich gegen Aggressoren wappnen kann. Waffen sind dabei nur eine Säule.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Franz-Stefan Gady Jahrgang 1982, ist unabhängiger Verteidigungsexperte und Politikberater. Er berät Regierungen und Streitkräfte in Europa und den Vereinigten Staaten in Fragen der Strukturreform, der organisatorischen und doktrinären Entwicklung und der Zukunft der Kriegsführung. Der gebürtige Steirer ist Herausgeber mehrerer militärwissenschaftlicher Publikationen, schreibt in renommierten Journalen und Zeitschriften und ist selbst immer wieder auch in Kriegsgebieten (Ukraine, Afghanistan) unterwegs. Als Buchautor hat er vor „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ die Bücher „ Die Rückkehr des Krieges“ und „How the United States Would Fight China: The Risks of Pursuing a Rapid Victory“ publiziert. Er lebt in Wien.

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  • Der Pragmaticus Podcast

    Automobilindustrie: Was Europa von China lernen kann

    21-07-2026 | 27 Min.
    Die Autobranche ist unter Druck, das liegt an der deutlich gesunkenen Nachfrage und der rasanten Entwicklung der Konkurrenz aus China. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die europäische Autoindustrie steckt in der Krise: schwache Absatzzahlen, Überkapazitäten, Stellenabbau und Rückstände bei Software und Batterien. Doch für Beatrix Keim, Direktorin am deutschen Center Automotive Research, ist die Lage zwar ernst, die Aussichten aber sind durchwegs positiv.

    Im Gespräch erklärt sie, warum sie die aktuellen Schlagzeilen über Massenentlassungen für Panikmache hält, was europäische Hersteller von China lernen können und weshalb nicht nur Tempo, sondern auch Qualität und Sicherheit über die Zukunft entscheiden. Ihr Befund: Europa hat die strategische Industriepolitik Chinas zu lange unterschätzt – und muss jetzt schneller, klüger und entschlossener handeln, ohne seine eigenen Stärken preiszugeben. Außerdem erklärt sie, warum sie es nicht notwendig hat, mit einem Konzernboss in den Lift zu steigen. 

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Beatrix Keim ist Direktorin des CAR Center Automotive Research in Duisburg und seit 2025 Inhaberin einer Beratung für die Bereiche Automotive in China. Davor war sie in unterschiedlichen Positionen bei Automobilherstellern, Beratungen und Dienstleistern im Management tätig. Sie hat in China, Deutschland und Großbritannien gearbeitet und lebt heute in der Nähe von Aschaffenburg.

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  • Der Pragmaticus Podcast

    Warum Bauern blockieren

    14-07-2026 | 31 Min.
    Sie produzieren Nahrungsmittel, bewirtschaften das Land und sind gut organisiert. Doch die Bauern blockieren immer wieder den Handel. Warum machen sie das? Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Ohne Bauern kein Essen. Ohne Bauern keine Kulturlandschaft. Ohne Bauern kein Erholungsraum. Und trotzdem wissen die wenigsten über die Lebensrealitäten der Bauern und Bäuerinnen in der Europäischen Union Bescheid. Vor allem: Gibt es den prototypischen Bauern in dieser Form überhaupt?

    Das ist eine der zentralen Fragen, die Franz Fischler, ehemaliger Agrarkommissär der Europäischen Union, beantworten wird. Er analysiert das Image, dröselt die Agrarförderungen im Detail auf und zeigt, wie hochkomplex das Zusammenspiel mit anderen Wirtschaftszweigen – allen voran dem Handel – ist.

    Die kurze Version: Bauer ist nicht gleich Bauer. Nicht im eigenen Land und EU-weit schon gar nicht. Fischler plädiert dringend für Reformen, auch deshalb, weil er den Blick in die Zukunft gerichtet hat. Wenn alles so bleibt, wie bisher, dann wird sich das alles nicht mehr ausgehen, prognostiziert er mit Blick auf die EU-Erweiterung Richtung Osten, dort, wo es – noch aus kommunistischen Zeiten – riesige Landwirtschaftsbetriebe gibt. Seine Forderung: Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU müsse von Grund auf reformiert werden.

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Franz Fischler ist aktuell Präsident des Instituts für Höhere Studien. Der Tiroler ÖVP-Politiker hat eine lange berufliche Karriere hinter sich. Er studierte Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien und begann dann, in der Landwirtschaftskammer Tirol zu arbeiten. Von 1989 bis 1994 war er Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. 1995 wechselte er nach Brüssel und war von 1995 bis 2004 Europäischer Kommissar, zuständig für die Ressorts Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums. Danach leitete er den Thinktank Ökosoziales Forum. Von 2012 bis 2020 war er Präsident des Europäischen Forum Alpbach.

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  • Der Pragmaticus Podcast

    Der Krieg kommt nach Russland

    07-07-2026 | 31 Min.
    Der Angreifer Russland kann die Ukraine nicht in die Knie zwingen. Kiew dringt mittlerweile mit Drohnen bis nach Moskau vor. Der Politologe Gerhard Mangott zieht Zwischenbilanz. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Nach viereinhalb Jahren Krieg ist die Bilanz für die übermächtige russische Armee ziemlich mager. Die Territorialgewinne an der 1.300 Kilometer langen Grenze sind marginal, im Donbass wehrt sich die Ukraine erbittert und Russland schickt weiter Soldaten in den Krieg, die Opferzahlen sind gigantisch.

    Das Ende des Konflikts ist allerdings trotzdem nicht in Sicht. Obwohl sich das Einfrieren des Konflikts gerade jetzt anbieten würde, sagt Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck. Im Pragmaticus-Podcast ortet er eine neue Phase des Konflikts: Die Ukrainer haben im Drohnenkrieg die Nase vorne und dringen bis weit ins russische Kernland vor, unlängst gelang ein Angriff auf eine Raffinerie im Süden von Moskau. Das macht den Krieg nun auch in den großen Städten des Landes spürbar. Der Treibstoff wird knapp, trotz vieler Incentives melden sich immer weniger Männer freiwillig zum Kriegseinsatz und auf die Krim, die beliebteste Ferienregion der Russen wird heuer auch niemand fahren.

    Der Krieg ist in Russland angekommen.  Eine wirkliche Wende im Konflikt sieht der Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck trotzdem nicht. In diesem Podcast zieht er Zwischenbilanz, bezieht die geopolitischen Entwicklungen in seine Analyse mit ein und kommt zu dem Schluss, dass Optimismus trotz der aktuellen Pattstellung leider noch nicht angebracht ist.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Gerhard Mangott ist Politologe und hat in Innsbruck und Salzburg neben Politikwissenschaften auch Geschichte und Slawistik studiert. 2001 hat er über „Russland als defekte Demokratie“ promoviert und sich ein Jahr später habilitiert. Er arbeitet an der Universität Innsbruck und ist in den Medien ein gefragter Auskunftsgeber in Sachen Russland, Ukraine und die geopolitischen Implikationen.

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