42 afleveringen
- Folge 42: Emotionsregulation – Kinder durch starke Gefühle begleiten
Wut, Frust, Angst, Traurigkeit oder völlige Überforderung: Kinder erleben Gefühle oft mit einer Intensität, die für uns Erwachsene ganz schön herausfordernd sein kann.
Doch Emotionsregulation ist nichts, was Kinder einfach können müssen. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt – und vor allem in Beziehung.
In dieser Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ schauen wir darauf, wie Kinder lernen, mit starken Gefühlen umzugehen und welche wichtige Rolle wir Erwachsenen dabei spielen.
Du erfährst unter anderem:
warum Kinder ihre Gefühle nicht einfach „abschalten“ können,
weshalb Co-Regulation der Weg zur Selbstregulation ist,
warum hinter herausforderndem Verhalten häufig ein überforderndes Gefühl steckt,
wie wir Kindern Halt geben können, ohne jedes Verhalten zu erlauben,
und warum unsere eigene Regulation als Erwachsene dabei so entscheidend ist.
Eine Folge über Gefühle, Beziehung und die Frage, wie wir Kindern helfen können, sich selbst immer besser zu verstehen – mit liebevoller Führung statt Druck und Bewertung.
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Was passiert, wenn Kinder nicht ständig funktionieren müssen, sondern erleben, ausprobieren, mutig sein und über sich hinauswachsen dürfen?
In dieser besonderen Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ hat Santina einen Gast im Podcast: Sven Rodenbach – Erzieher und Erlebnispädagoge.
Gemeinsam sprechen die beiden darüber, warum Erlebnispädagogik so viel mehr ist als Klettern, Kanufahren und Abenteuer – und weshalb gerade Natur, Bewegung und echte Herausforderungen Kindern Räume eröffnen können, in denen Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit und Beziehung wachsen.
🌿 Warum kann Langeweile etwas Wertvolles sein?
🌿 Weshalb ist der Wald eine echte „Ja-Umgebung“ für Kinder?
🌿 Wie können Kinder durch Herausforderungen erfahren: „Ich kann das!“?
🌿 Was bedeutet Challenge by Choice – und warum ist Freiwilligkeit so wichtig?
🌿 Wie begleiten wir Kinder mit belastenden Erfahrungen, ohne ihre Gefühle wegmachen zu wollen?
🌿 Warum ist Reflexion ein so wichtiger Bestandteil von Erlebnispädagogik?
🌿 Und weshalb sollten wir aufhören zu erwarten, dass Kinder einfach nur „funktionieren“?
Sven erzählt außerdem von seinem Abenteuertagebuch, gemeinsamen Erfahrungen mit Kindern und davon, wie wertvoll es sein kann, Erfolge und besondere Momente festzuhalten.
Denn an schwierigen Tagen kann die Erinnerung helfen:
„Schau mal, was du schon alles geschafft hast.“
Ein besonders schönes Bild aus dieser Folge:
Von null auf einen Meter kann ein viel größerer Schritt sein als von zwanzig auf zwanzig Meter.
Es geht nicht darum, höher, schneller oder weiter zu kommen. Es geht darum, den eigenen nächsten Schritt zu wagen.
Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Botschaften dieser Folge:
Kinder müssen nicht funktionieren. Sie brauchen Erwachsene, die sie sehen, ihnen etwas zutrauen und Räume schaffen, in denen sie selbst erfahren können, was alles in ihnen steckt.
Sven Rodenbach
Erzieher & Erlebnispädagoge
🌐 svenrodenbach.de
Sven verbindet in seiner Arbeit Natur, Abenteuer, Teambuilding sowie Kinder- und Jugendarbeit und bildet inzwischen auch Erlebnispädagog:innen aus.
„Jetzt mal pädagogisch“ ist der Podcast für eine systemische und bedürfnisorientierte Pädagogik – für Eltern, Pädagog:innen und alle, die Kinder entwicklungsgerecht begleiten möchten.
Mit Santina Boch, Sozialpädagogin, systemischer Therapeutin und Mutter.
Du hast Gedanken zu dieser Folge, eine Frage oder ein Thema, über das Santina unbedingt einmal sprechen sollte?
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Denn je mehr Menschen unseren Podcast entdecken, desto mehr können wir gemeinsam dazu beitragen, Kinder beziehungsorientiert, bedürfnisorientiert und mit liebevoller Führung zu begleiten.
🎧 Schön, dass du Teil von „Jetzt mal pädagogisch“ bist.
🎙️ Unser Gast💛 Jetzt mal pädagogisch❤️ Unterstütze unseren Podcast - Nach einer längeren persönlichen Pause ist „Jetzt mal pädagogisch“ zurück. In dieser Folge spricht Santina darüber, wie Kinder Tod, Abschied und Trauer erleben und wie Eltern sie dabei ehrlich, altersgerecht und liebevoll begleiten können.
Kinder trauern anders als Erwachsene. Oft wechseln sich intensive Trauer, Fragen, Spiel und scheinbare Unbeschwertheit ab. Je nach Alter verstehen Kinder den Tod unterschiedlich und brauchen passende Antworten, Sicherheit und verlässliche Bezugspersonen.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
das kindliche Verständnis von Tod in verschiedenen Altersstufen,
häufige Fragen wie „Wo ist Opa jetzt?“ oder „Musst du auch sterben?“,
klare und kindgerechte Sprache über Sterben und Tod,
den Umgang mit Ängsten, Schuldgefühlen und wiederkehrenden Fragen,
die Teilnahme an Beerdigungen und persönliche Abschiedsrituale,
Erinnerungsboxen, Fotos, Briefe, Kerzen und andere tröstliche Ideen,
Verhaltensveränderungen wie Albträume, Anhänglichkeit, Wut oder Rückschritte.
Die wichtigste Botschaft: Kinder brauchen keine perfekten Antworten. Sie brauchen Erwachsene, die ihre Fragen ernst nehmen, Gefühle aushalten und Sicherheit vermitteln.
Das Leben eines Menschen endet – die gemeinsame Liebe, die Erinnerungen und die Verbindung dürfen bleiben.
Buchtipp: „Geht Sterben wieder vorbei?“
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Wenn dir die Folge gefällt, abonniere den Podcast, hinterlasse eine Bewertung und teile ihn mit Menschen, für die dieses Thema hilfreich sein könnte. - Warum das scheinbar kleine Alltagsthema so oft zu großem Stress führt
Zähneputzen klingt erstmal banal und ist gleichzeitig in vielen Familien ein hochsensibles Alltagsthema. Zweimal am Tag prallen hier oft Bedürfnisse, Zeitdruck, Widerstand und Verantwortung aufeinander. Aus einem kleinen Ritual wird schnell ein Machtkampf.
In dieser Folge spricht Santina darüber, warum Zähneputzen für Kinder oft viel mehr ist als nur Zähneputzen. Es geht um Autonomie, Körpergrenzen, Übergänge, Überforderung und die Frage, wie wir Kinder auch in solchen herausfordernden Momenten liebevoll, klar und gewaltfrei begleiten können.
Du erfährst in dieser Folge:
warum Kinder sich beim Zähneputzen so häufig verweigern
weshalb Widerstand oft nichts mit “nicht wollen”, sondern mit Überforderung zu tun hat
warum Zähneputzen ein besonders sensibles Thema rund um Körpergrenzen ist
weshalb Festhalten keine Lösung ist und welche Folgen Gewalt im Alltag haben kann
wie du mit klarer Führung und echter Empathie durch die Situation gehen kannst
wie Kinder beim Zähneputzen mitbestimmen dürfen, ohne dass die Verantwortung abgegeben wird
welche spielerischen Ideen und Rituale Zähneputzen leichter machen können
wie Übergänge, Wahlmöglichkeiten und Verbindung den Alltag entspannen können
Diese Folge ist für Eltern, Bindungspersonen und pädagogische Fachkräfte, die Kinder achtsam begleiten und auch in stressigen Situationen Beziehung vor Machtkampf stellen wollen.
Wenn du aus der Folge etwas für dich mitnehmen konntest, freue ich mich, wenn du den Podcast abonnierst, teilst oder eine Bewertung dalässt.
Kontakt:
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Website: www.boch.de
Instagram: Santina.boch - Autorität, Grenzen & liebevolle Führung – Wie wir Kinder wirklich begleiten
In dieser Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ geht es um ein Thema, das viele Eltern und pädagogische Fachkräfte beschäftigt – und oft verunsichert:
Wie viel Autorität braucht es in der Begleitung von Kindern?
Und wie gelingt es, Grenzen zu setzen, ohne die Beziehung zu verlieren?
Zwischen bedürfnisorientierter Pädagogik und autoritären Erziehungsstilen entsteht für viele ein Spannungsfeld:
👉 Zu streng will man nicht sein
👉 Zu nachgiebig aber auch nicht
Doch was ist eigentlich der richtige Weg?
🌱 Darum geht’s in dieser Folge
Du erfährst:
warum bedürfnisorientierte Begleitung nicht bedeutet, dass Kinder grenzenlos handeln dürfen
weshalb Kinder klare Führung brauchen – und was das wirklich heißt
wie deine eigene Kindheit dein heutiges Verhalten beeinflusst
warum wir unter Stress oft in alte Muster zurückfallen
wie du zwischen „zu hart“ und „zu nachgiebig“ deinen eigenen Weg findest
🧠 Wissenschaftlich fundiert
Diese Folge verbindet Praxis und Forschung:
Bindungstheorie (Bowlby & Ainsworth):
Sichere Bindung + verlässliche Führung = gesunde Entwicklung
Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan):
Kinder brauchen Bindung, Autonomie und Kompetenzerleben
Erziehungsstile (Baumrind):
Der autoritative Stil (warm + klar) fördert soziale Kompetenz und Selbstregulation
🧩 Was ist liebevolle Führung?
Liebevolle Führung bedeutet:
Verantwortung übernehmen
in Beziehung bleiben
klare Grenzen setzen
Gefühle begleiten
Oder einfacher:
👉 Ich bin klar – und gleichzeitig zugewandt.
🎭 Beispiel aus dem Alltag
Ein Kind ist wütend und schlägt:
❌ Autoritär:
„Hör sofort auf!“ → Angst, Beschämung, keine Regulation
❌ Nachgiebig:
„Du bist wütend, ich verstehe das.“ → keine Grenze, keine Orientierung
✅ Liebevolle Führung:
„Ich sehe, dass du wütend bist. Ich lasse nicht zu, dass du schlägst.“
→ klare Grenze + emotionale Begleitung + Sicherheit
🛠️ Konkrete Impulse für deinen Alltag
Klarheit vor Diskussion: Nicht alles ist verhandelbar
Gefühle begleiten – Verhalten begrenzen: Beides gehört zusammen
Ruhe bewahren: Dein Nervensystem reguliert das deines Kindes
Körperliche Präsenz statt viele Worte: Besonders in emotionalen Situationen
Eigene Muster reflektieren: Woher kommt meine Reaktion gerade?
💬 Zentrale Botschaft der Folge
Kinder brauchen keine perfekten Erwachsenen –
sondern verlässliche.
Verlässlich heißt:
👉 Ich bin da
👉 Ich begleite dich
👉 Und ich halte die Grenze
📢 Besonderes aus dieser Folge
Santina teilt außerdem eine berührende Rückmeldung aus der Praxis:
Eine Kita-Leitung berichtet, wie der Podcast ihr Team und die Elternarbeit bereichert – und fragt sogar nach pädagogischen Elternabenden.
👉 Ja, diese können individuell angefragt werden.
📩 Kontakt & Feedback
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Over "Jetzt mal pädagogisch"
Herzlich willkommen zu 'Jetzt mal pädagogisch' – Eurem Podcast für systemische, pädagogische und bedürfnisorientierte Ansätze im Umgang mit jungen Menschen. Mein Name ist Santina, ich bin Sozialpädagogin und systemische Therapeutin, und gemeinsam werden wir die vielfältigen Facetten der Pädagogik erkunden.
Anhand konkreter Beispiele schauen wir systemisch ressourcenorientiert auf Herausforderungen mit Kindern und Jugendlichen in Familienkontexten.
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