44 afleveringen
- Kinder zwischen Liebe, Schuld und Zugehörigkeit
Kinder können Menschen lieben und vermissen, obwohl sie durch diese verletzt, vernachlässigt oder enttäuscht wurden. Sie können sich in einem neuen Zuhause sicher und wohlfühlen – und gleichzeitig große Sehnsucht nach ihren Eltern haben.
Geraten Kinder zwischen wichtige Bezugspersonen, entsteht schnell ein schmerzhafter Loyalitätskonflikt: Darf ich Papa vermissen, ohne Mama zu verletzen? Darf ich meine Pflegeeltern liebhaben, ohne meine leiblichen Eltern zu verraten? Und darf es mir an einem neuen Ort überhaupt gut gehen?
In dieser Folge zeigt Santina, wie sich solche inneren Konflikte im Verhalten von Kindern äußern können und wie Erwachsene einen sicheren, entlastenden Raum schaffen.
was ein Loyalitätskonflikt ist und warum er Kinder so stark belastet
in welchen Situationen er entstehen kann – etwa bei Trennung, Patchwork, Fremdunterbringung oder familiären Konflikten
warum Rückzug, Wut, starke Anpassung, Schlafprobleme oder körperliche Beschwerden mögliche Signale sein können
weshalb Kinder die Verantwortung für Konflikte häufig bei sich selbst suchen
wie eine allparteiliche, wertschätzende Haltung entlastet
warum das Verhalten eines Elternteils klar benannt werden darf, ohne die Person als Ganzes abzuwerten
wie Erwachsene Gefühle validieren, Verantwortung sortieren und Schuld sowie Scham reduzieren können
welche Bedeutung verlässliche Strukturen, Co-Regulation und altersgerechte Antworten haben
wie Genogramme, Lebenslinien, Erinnerungen und persönliche „Schatzkästchen“ den Blick auf die Ressourcen des Kindes stärken
Ein Kind darf mehrere Menschen lieben, vermissen und sich gleichzeitig an einem neuen Ort sicher fühlen. Diese Gefühle schließen sich nicht gegenseitig aus.
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Mach’s dir schön und bis zur nächsten Folge.
Deine Santina - Geschwisterbeziehungen: Wenn plötzlich alles anders wird
Wenn ein Baby in die Familie kommt, verändert sich nicht nur der Alltag – auch für das ältere Kind beginnt eine völlig neue Lebensphase. Freude, Stolz und Neugier treffen dabei nicht selten auf Eifersucht, Wut, Unsicherheit oder Traurigkeit.
In dieser Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ schaut Santina darauf, was hinter diesen Gefühlen steckt und wie Eltern ihre Kinder bindungs- und bedürfnisorientiert durch diese Veränderung begleiten können.
warum die Geburt eines Geschwisterkindes für Kinder eine große emotionale Umstellung bedeutet
weshalb Eifersucht und Geschwisterrivalität völlig normale Reaktionen sein können
welche Bedürfnisse hinter schwierigem Verhalten stecken
warum Vergleiche und Schuldzuweisungen Konkurrenz verstärken können
wie Geschwister Schritt für Schritt zu einem starken Team werden können
1. Exklusivzeit schaffen – kleine, verlässliche Momente ungeteilter Aufmerksamkeit können viel bewirken.
2. Gefühle benennen statt Verhalten nur zu korrigieren – erst verstehen, was hinter Wut, Ablehnung oder Eifersucht steckt.
3. Das ältere Kind in seine neue Rolle begleiten – groß sein dürfen, ohne plötzlich immer groß sein zu müssen.
4. Das Wir-Gefühl stärken – weniger Konkurrenz, mehr Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit.
5. Positive Begegnungen ermöglichen – kleine gemeinsame Erfahrungen schaffen, aus denen Geschwisterbindung wachsen kann.
Und vor allem: Es geht nicht um perfekte Elternschaft oder darum, jeden Geschwisterkonflikt zu verhindern. Kinder brauchen eine ausreichend gute, verlässliche Beziehung, in der Gefühle Platz haben und Verbindung immer wieder neu entstehen darf.
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In dieser Folge erfährst du:5 konkrete Strategien für euren Familienalltag:💛 Kontakt & Austausch - Folge 42: Emotionsregulation – Kinder durch starke Gefühle begleiten
Wut, Frust, Angst, Traurigkeit oder völlige Überforderung: Kinder erleben Gefühle oft mit einer Intensität, die für uns Erwachsene ganz schön herausfordernd sein kann.
Doch Emotionsregulation ist nichts, was Kinder einfach können müssen. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt – und vor allem in Beziehung.
In dieser Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ schauen wir darauf, wie Kinder lernen, mit starken Gefühlen umzugehen und welche wichtige Rolle wir Erwachsenen dabei spielen.
Du erfährst unter anderem:
warum Kinder ihre Gefühle nicht einfach „abschalten“ können,
weshalb Co-Regulation der Weg zur Selbstregulation ist,
warum hinter herausforderndem Verhalten häufig ein überforderndes Gefühl steckt,
wie wir Kindern Halt geben können, ohne jedes Verhalten zu erlauben,
und warum unsere eigene Regulation als Erwachsene dabei so entscheidend ist.
Eine Folge über Gefühle, Beziehung und die Frage, wie wir Kindern helfen können, sich selbst immer besser zu verstehen – mit liebevoller Führung statt Druck und Bewertung.
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🌐 www.spz-sf.de - 🌲 Erlebnispädagogik: Wenn Kinder über sich hinauswachsen
Was passiert, wenn Kinder nicht ständig funktionieren müssen, sondern erleben, ausprobieren, mutig sein und über sich hinauswachsen dürfen?
In dieser besonderen Folge von „Jetzt mal pädagogisch“ hat Santina einen Gast im Podcast: Sven Rodenbach – Erzieher und Erlebnispädagoge.
Gemeinsam sprechen die beiden darüber, warum Erlebnispädagogik so viel mehr ist als Klettern, Kanufahren und Abenteuer – und weshalb gerade Natur, Bewegung und echte Herausforderungen Kindern Räume eröffnen können, in denen Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit und Beziehung wachsen.
🌿 Warum kann Langeweile etwas Wertvolles sein?
🌿 Weshalb ist der Wald eine echte „Ja-Umgebung“ für Kinder?
🌿 Wie können Kinder durch Herausforderungen erfahren: „Ich kann das!“?
🌿 Was bedeutet Challenge by Choice – und warum ist Freiwilligkeit so wichtig?
🌿 Wie begleiten wir Kinder mit belastenden Erfahrungen, ohne ihre Gefühle wegmachen zu wollen?
🌿 Warum ist Reflexion ein so wichtiger Bestandteil von Erlebnispädagogik?
🌿 Und weshalb sollten wir aufhören zu erwarten, dass Kinder einfach nur „funktionieren“?
Sven erzählt außerdem von seinem Abenteuertagebuch, gemeinsamen Erfahrungen mit Kindern und davon, wie wertvoll es sein kann, Erfolge und besondere Momente festzuhalten.
Denn an schwierigen Tagen kann die Erinnerung helfen:
„Schau mal, was du schon alles geschafft hast.“
Ein besonders schönes Bild aus dieser Folge:
Von null auf einen Meter kann ein viel größerer Schritt sein als von zwanzig auf zwanzig Meter.
Es geht nicht darum, höher, schneller oder weiter zu kommen. Es geht darum, den eigenen nächsten Schritt zu wagen.
Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Botschaften dieser Folge:
Kinder müssen nicht funktionieren. Sie brauchen Erwachsene, die sie sehen, ihnen etwas zutrauen und Räume schaffen, in denen sie selbst erfahren können, was alles in ihnen steckt.
Sven Rodenbach
Erzieher & Erlebnispädagoge
🌐 svenrodenbach.de
Sven verbindet in seiner Arbeit Natur, Abenteuer, Teambuilding sowie Kinder- und Jugendarbeit und bildet inzwischen auch Erlebnispädagog:innen aus.
„Jetzt mal pädagogisch“ ist der Podcast für eine systemische und bedürfnisorientierte Pädagogik – für Eltern, Pädagog:innen und alle, die Kinder entwicklungsgerecht begleiten möchten.
Mit Santina Boch, Sozialpädagogin, systemischer Therapeutin und Mutter.
Du hast Gedanken zu dieser Folge, eine Frage oder ein Thema, über das Santina unbedingt einmal sprechen sollte?
📩 Santina persönlich: santina@boch.de
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Denn je mehr Menschen unseren Podcast entdecken, desto mehr können wir gemeinsam dazu beitragen, Kinder beziehungsorientiert, bedürfnisorientiert und mit liebevoller Führung zu begleiten.
🎧 Schön, dass du Teil von „Jetzt mal pädagogisch“ bist.
🎙️ Unser Gast💛 Jetzt mal pädagogisch❤️ Unterstütze unseren Podcast - Nach einer längeren persönlichen Pause ist „Jetzt mal pädagogisch“ zurück. In dieser Folge spricht Santina darüber, wie Kinder Tod, Abschied und Trauer erleben und wie Eltern sie dabei ehrlich, altersgerecht und liebevoll begleiten können.
Kinder trauern anders als Erwachsene. Oft wechseln sich intensive Trauer, Fragen, Spiel und scheinbare Unbeschwertheit ab. Je nach Alter verstehen Kinder den Tod unterschiedlich und brauchen passende Antworten, Sicherheit und verlässliche Bezugspersonen.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
das kindliche Verständnis von Tod in verschiedenen Altersstufen,
häufige Fragen wie „Wo ist Opa jetzt?“ oder „Musst du auch sterben?“,
klare und kindgerechte Sprache über Sterben und Tod,
den Umgang mit Ängsten, Schuldgefühlen und wiederkehrenden Fragen,
die Teilnahme an Beerdigungen und persönliche Abschiedsrituale,
Erinnerungsboxen, Fotos, Briefe, Kerzen und andere tröstliche Ideen,
Verhaltensveränderungen wie Albträume, Anhänglichkeit, Wut oder Rückschritte.
Die wichtigste Botschaft: Kinder brauchen keine perfekten Antworten. Sie brauchen Erwachsene, die ihre Fragen ernst nehmen, Gefühle aushalten und Sicherheit vermitteln.
Das Leben eines Menschen endet – die gemeinsame Liebe, die Erinnerungen und die Verbindung dürfen bleiben.
Buchtipp: „Geht Sterben wieder vorbei?“
Kontakt:
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Over "Jetzt mal pädagogisch"
Herzlich willkommen zu 'Jetzt mal pädagogisch' – Eurem Podcast für systemische, pädagogische und bedürfnisorientierte Ansätze im Umgang mit jungen Menschen. Mein Name ist Santina, ich bin Sozialpädagogin und systemische Therapeutin, und gemeinsam werden wir die vielfältigen Facetten der Pädagogik erkunden.
Anhand konkreter Beispiele schauen wir systemisch ressourcenorientiert auf Herausforderungen mit Kindern und Jugendlichen in Familienkontexten.
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