Kalmare, Kraken und Sepien gehören zu den faszinierendsten Bewohnern der heutigen Ozeane. Als Vertreter der Coleoidea entwickelten sie hochkomplexe Sinnesorgane, ausgefeilte Tarnstrategien und eine bemerkenswerte Intelligenz. Charakteristisch für diese Gruppe der Kopffüßer sind ihr reduziertes oder vollständig verlorenes Gehäuse sowie der namensgebende Tintenbeutel, mit dem sie sich bei Gefahr verteidigen können. Heute leben rund 800 bekannte Arten in den Weltmeeren, doch der Fossilbericht zeigt, dass ihre Evolutionsgeschichte weit tiefer reicht.
Die ältesten eindeutig nachgewiesenen Tintenfische stammen bereits aus dem Unterkarbon Nordamerikas. Fossilien aus außergewöhnlichen Konservatlagerstätten erlauben dabei seltene Einblicke in Weichteile, embryonale Strukturen und sogar frühe Entwicklungsstadien dieser Tiere. In dieser Folge werfen wir gemeinsam mit dem Paläontologen Dirk Fuchs einen Blick auf die Morphologie, Evolution und Fossilüberlieferung der Tintenfische. Dabei geht es um die Entstehung innerer Schalenstrukturen, um Räuber-Beute-Beziehungen im Mesozoikum und darum, was es mit dem sagenumwobenen Riesenkraken mit einer Körperlänge von über 15 Metern auf sich hat, der angeblich in den Meeren der Oberkreide sein Unwesen trieb.
Das Paper zum kreidezeitlichen Riesenkraken gibt es hier: https://www.science.org/doi/10.1126/science.aea6285
Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk
.
.
©Bildcopyright: Joschua Knüppe