Paläotalk

Luan Thomas
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    32. Coleoidea – Die sonderbare Welt der Riesenkraken, Kalmare und Sepien

    22-05-2026 | 47 Min.
    Kalmare, Kraken und Sepien gehören zu den faszinierendsten Bewohnern der heutigen Ozeane. Als Vertreter der Coleoidea entwickelten sie hochkomplexe Sinnesorgane, ausgefeilte Tarnstrategien und eine bemerkenswerte Intelligenz. Charakteristisch für diese Gruppe der Kopffüßer sind ihr reduziertes oder vollständig verlorenes Gehäuse sowie der namensgebende Tintenbeutel, mit dem sie sich bei Gefahr verteidigen können. Heute leben rund 800 bekannte Arten in den Weltmeeren, doch der Fossilbericht zeigt, dass ihre Evolutionsgeschichte weit tiefer reicht.
    Die ältesten eindeutig nachgewiesenen Tintenfische stammen bereits aus dem Unterkarbon Nordamerikas. Fossilien aus außergewöhnlichen Konservatlagerstätten erlauben dabei seltene Einblicke in Weichteile, embryonale Strukturen und sogar frühe Entwicklungsstadien dieser Tiere. In dieser Folge werfen wir gemeinsam mit dem Paläontologen Dirk Fuchs einen Blick auf die Morphologie, Evolution und Fossilüberlieferung der Tintenfische. Dabei geht es um die Entstehung innerer Schalenstrukturen, um Räuber-Beute-Beziehungen im Mesozoikum und darum, was es mit dem sagenumwobenen Riesenkraken mit einer Körperlänge von über 15 Metern auf sich hat, der angeblich in den Meeren der Oberkreide sein Unwesen trieb.
    Das Paper zum kreidezeitlichen Riesenkraken gibt es hier: ⁠https://www.science.org/doi/10.1126/science.aea6285
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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe
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    31. Bavariscyllium – Ein rätselhafter Hai stellt die Evolution auf dem Kopf

    15-05-2026 | 42 Min.
    Vor rund 150 Millionen Jahren schwamm in den tropischen Lagunen des heutigen Bayerns ein Hai, der heute das Bild der frühen Haievolution verändert. Bavariscyllium, nur etwa 25 Zentimeter lang und gefunden im berühmten Solnhofener Plattenkalken, vereint Merkmale verschiedener moderner Haigruppen – ohne sich eindeutig einer heute lebenden Ordnung zuordnen zu lassen. Besonders auffällig ist ein bartelartiges Sinnesorgan im Kehlenbereich, das möglicherweise mechanische Reize wahrnehmen konnte. Vergleichbare Strukturen finden sich heute nur bei wenigen Ammenhaiartigen.
    Gleichzeitig besitzt Bavariscyllium anatomische Merkmale, die an Katzenhaie erinnern. Die Zahnform deutet auf einen unspezialisierten Generalisten hin, der vermutlich kleinen Beutetieren nachstellte. Gerade diese Mischung verschiedener Eigenschaften macht den Hai wissenschaftlich so spannend – und zeigt, dass die frühen Vertreter moderner Haie deutlich variantenreicher waren als bislang angenommen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Sebastian Stumpf vom Naturhistorisches Museum Wien sprechen wir über diese neuen Untersuchungen und warum Bavariscyllium die bisherige Vorstellung zur Evolution und Datierung moderner Haigruppen ins Wanken gebracht hat.
    Sebastians Studie zu Bavariscyllium findet ihr hier: https://www.nature.com/articles/s42003-025-09272-5
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    ©Bildcopyright: NHM Wien
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    30. überLeben in der Eiszeit – Als zottelige Wollhaarmammuts durch Essen wanderten

    08-05-2026 | 1 u. 7 Min.
    Mit der Sonderausstellung „ÜberLeben in der Eiszeit“ wird das Ruhr Museum zum Schauplatz einer faszinierenden Reise in die jüngere Erdgeschichte. Vom 20. April 2026 bis zum 10. Januar 2027 erzählen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein rund 350 Exponate – darunter spektakuläre Originalfunde wie der Mammutschädel von Haltern, lebensgroße Rekonstruktionen und seltene Pflanzenfossilien – vom Leben in einer Zeit extremer Klimaschwankungen. Gewaltige Eismassen formten die Landschaften Nordrhein-Westfalens, während sich in wärmeren Phasen artenreiche Lebensräume entlang von Rhein, Lippe und Ems entwickelten.
    Im Zentrum steht die beeindruckende Tierwelt der Eiszeit: Wollnashörner und Mammuts treffen auf Flusspferde und Waldnashörner, Riesenhirsche auf Höhlenhyänen. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich Tiere auf Kälte und Wärme reagierten – und welche Strategien über Erfolg oder Aussterben entschieden. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Reisdorf werfen wir in dieser Folge Paläotalk einen Blick auf dieses wechselhafte Ökosystem und darauf, was uns die Eiszeit über Anpassung, Klimawandel und das Überleben in extremen Lebensräumen lehrt.
    Mehr Information zur Sonderausstellung „ÜberLeben in der Eiszeit“ gibt es hier: https://ruhrmuseum.de/ausstellungen/aktuell/ueberleben-in-der-eiszeit
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    ©Bildcopyright: Ruhr Museum / Christoph Sebastian
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    29. Grube Messel – UNESCO-Welterbe und paläontologische Goldgrube

    24-04-2026 | 59 Min.
    Die Grube Messel bei Darmstadt gehört zu den bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt und ist seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe. Vor rund 47 Millionen Jahren entstand hier durch eine gewaltige Wasserdampfexplosion ein tiefer Kratersee, in dessen sauerstoffarmen Tiefen sich feinste Sedimente ablagerten. In diesem besonderen Milieu konnten abgestorbene Tiere und Pflanzen nahezu vollständig erhalten bleiben – oft inklusive Haut, Haaren oder sogar Mageninhalten. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Fenster in eine tropische Lebenswelt des frühen Tertiärs.
    Die Fossilien aus Messel dokumentieren ein komplettes Ökosystem: Säugetiere, Vögel, Reptilien und Insekten sind in außergewöhnlicher Detailtiefe überliefert. Zu den bekanntesten Funden zählt das Messeler Urpferdchen, an dem sich die rasante Entwicklung der Säugetiere nach dem Aussterben der Dinosaurier nachvollziehen lässt. Mit dem Paläontologen und Geschäftsführer Philipp Havlik sprechen wir in dieser Folge von Paläotalk über die Entstehung der Lagerstätte, darüber, welche besonderen Fossilien hier geborgen wurden, und warum Messel bis heute als eine der wichtigsten Fundstellen für das Verständnis früher Säugetierökosysteme gilt.
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    ©Bildcopyright: Senckenberg/Sven Tränkner
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    28. Säugetiergebisse – Von Brechscheren und zahnlosen Säugetieren

    17-04-2026 | 48 Min.
    Kaum ein Merkmal verrät so viel über ein Tier wie seine Zähne. Bei Säugetieren spiegeln Gebisse Ernährung, Lebensweise und evolutionäre Anpassungen wider – von scharfen Reißzähnen bei Fleischfressern bis hin zu komplexen Mahlzähnen bei Pflanzenfressern. Form, Abnutzung und Anordnung der Zähne liefern dabei nicht nur Hinweise auf die Nahrung, sondern auch auf Entwicklung, Wachstum und ökologische Nischen – wie beispielsweise bei Lesmesodon edingeri, einem Hyaenodonten aus Messel.
    In einer neuen Studie wurde die Zahnfunktion von Lesmesodon und seinem nahen Verwandten analysiert. Das Ergebnis: Lesmesodon hatte wahrscheinlich eine überwiegend insekten- und fleischfressende Ernährungsweise. Zudem zeigt die Studie, dass sich Gebisse von Insektenfressern funktionell deutlich unterscheiden können, obwohl sie äußerlich ähnlich angepasst erscheinen. In dieser Folge spricht Paläontologin Julia Ann Schultz von der Universität Bonn genau über diese Vielfalt und Funktion von Säugetiergebissen und darüber, wie sich aus fossilen Zähnen Rückschlüsse auf Verhalten und Umwelt ziehen lassen.
    Das Paper zu Lesmesodon und seiner Ernährungsweise findet ihr hier: https://palaeo-electronica.org/content/2025/5643-chewing-cycle-analysis-of-lesmesodon-edingeri
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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe
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Paläontologie ist mehr als Dinosaurierknochen ausbuddeln in der Wüste – es ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu uralten Ökosystemen oder gigantischen und seltsamen Kreaturen, die heute ausgestorben sind. „Paläotalk“ will diesen Wundern der Urzeit auf die Schliche kommen - und das mit zahlreichen Forscher:innen aus allen erdenklichen Bereichen. Moderiert vom Journalisten Luan Thomas ist jede Folge eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Fachlich fundiert, unterhaltsam erzählt und voller Aha-Momente. . . . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe ©Musikcopyright: Oskar Schillings
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