Ga naar de inhoud

Augen zu

DIE ZEIT
Augen zu
Nieuwste aflevering

6 afleveringen

  • Augen zu

    Achenbach oder die ewige Sehnsucht nach Italien

    07-10-2026 | 34 Min.
    Sehr früh wurde sein spektakuläres Maltalent entdeckt – Oswald Achenbach
    wurde 1835 schon im zarten Alter von acht Jahren an die Düsseldorfer
    Kunstakademie zugelassen. Dort lernte er das genaue Naturstudium. 1841
    reiste er zum ersten Mal in den Süden. Und danach noch acht weitere
    Male, oft monatelang zog er mit seinen Malutensilien durch ganz Italien.
    Die Bilder und die Eindrücke, die er von dort mitbrachte, veredelte er
    in seinem Düsseldorfer Atelier zu mächtigen Sehnsuchtsbildern. Was
    Goethe mit seiner »Italienischen Reise« am Anfang des 19. Jahrhunderts
    literarisch geprägt hatte, setzte Achenbach in Öl auf Leinwand fort – er
    schenkte dem Norden Bilder eines friedlichen, bäuerlichen Italiens, das
    sich an den Küsten und in den Städten bei aufregender Abendbeleuchtung
    zu Festen und Umzügen trifft. Legendär ist vor allem Achenbachs
    Fähigkeit, die Luft und das Licht zu malen – bis heute kann man den
    Geist Italiens atmen, wenn man seine Bilder betrachtet.

    Giovanni di Lorenzo und Florian Illies, die beiden Hosts des Podcasts
    »Augen zu«, sind beide seit Langem den Italiendarstellungen Oswald
    Achenbachs verfallen. Aber in ihrem Gespräch geht es auch um seinen
    älteren Bruder Andreas – künstlerisch ebenso begabt, zog dieser nach
    einer brüderlichen Absprache in Europas Norden und schuf sagenhafte
    Fjordlandschaften aus Norwegen und raue Küstenszenen aus Holland. Das
    funktionierte im 19. Jahrhundert ebenfalls als Sehnsuchtslandschaft –
    heute aber scheint nur noch das südliche Arkadien seines Bruders Oswald
    die Menschen verzaubern zu können.

    Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

    [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
    finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf
    alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
    testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
    testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
  • Augen zu

    Die Welt mit David Hockneys Augen sehen

    02-09-2026 | 39 Min.
    Er kam aus dem verregneten Norden Englands, der Arbeiterstadt Bradford,
    wo er 1937 geboren wurde. Aber dann wurde er zum Maler des Lichts und
    der bunten Farben: David Hockney. Die neueste Folge des Podcasts »Augen
    zu« von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo widmet sich dem
    britischen Exzentriker, der in diesem Sommer gestorben ist. 

    Seine Haare waren platinblond gefärbt und seine legendären Anzüge ein
    Leben lang geprägt von den schrillen Tönen des Swinging London. Ihn aber
    zog es von dort nach Kalifornien, wo ihm in den 1960er-Jahren ikonische
    Bilder einer selbstbewussten Homoerotik und des neuen »American Way of
    Life« in Los Angeles gelangen. 

    Ein Leben lang war Hockney technischen Neuerungen auf der Spur – erst
    der Camera obscura, dann der Fotografie, schließlich dem Malen mit
    dem Finger auf dem iPad. Er blickte auf die Welt und malte, was er sah –
    diese Neugier, dieser Witz und dieser Wunsch nach Schönheit machen ihn
    zu einer der großen Künstlerfiguren nach 1945.

    Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

    [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
    finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf
    alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
    testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
    testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
  • Augen zu

    Die blaue Reiterin – wer war Marianne von Werefkin?

    01-07-2026 | 43 Min.
    Sie hat ein Leben geführt, das wie ein russischer Roman klingt: Behütet
    aufgewachsen in einer adligen Offiziersfamilie der Zarenzeit, hat die
    junge Marianne von Werefkin selbst im Sommerhaus der Familie ein eigenes
    Ateliergebäude. Sie ist so begabt, dass sie der berühmteste Maler der
    Zeit, Ilja Repin, unter seine Fittiche nimmt. Sie wird schnell so gut
    und berühmt, dass man vom »russischen Rembrandt« spricht. Aber dann
    lernt sie im Atelier ihres Lehrers den jungen Maler Alexej von Jawlensky
    kennen – und ihr ganzes Leben verändert sich. 

    Sie liebt ihn – und fördert ihn dermaßen, dass sie selbst für ein
    Jahrzehnt ihr eigenes Malen einstellt. Schließlich zieht es die beiden
    um 1900 nach München, gemeinsam mit Mariannes Dienstmädchen Helene.
    Wenig später bekommt Helene ein Kind von Jawlensky – aber sie leben bis
    zum Ersten Weltkrieg in dieser unglücklichen Dreiecksbeziehung zusammen.
    Vor allem aber werden sie Teil des Blauen Reiters. Genau wie bei einem
    anderen berühmten Paar, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, steht
    auch hier die Frau sehr lange im Schatten des Mannes. Heute aber werden
    ihre traumverlorenen Landschaften der Einsamkeit, ihre kühnen
    Farbsetzungen und ihre malerischen Formulierungen von auswegloser
    Sehnsucht immer mehr gefeiert – ab Oktober zum Beispiel in einer
    großartigen Ausstellung, die im Museum Wiesbaden erstmals die Werke
    aller »Blauen Reiterinnen« zeigen wird.

    Von all dem erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der
    neuesten Folge des Podcasts Augen zu.

    Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

    [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
    finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf
    alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
    testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
    testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
  • Augen zu

    Was ist deutsch an Anselm Kiefer?

    03-06-2026 | 38 Min.
    Er begann seine Karriere mit einer unerhörten Aktion: Er reiste zu allen
    Schlachtfeldern Europas aus dem Zweiten Weltkrieg, wo das deutsche Wesen
    Vernichtung hinterlassen hatte, und posierte genau dort für Fotografien
    mit dem Hitlergruß. Er wollte, wie er später sagte, noch einmal die
    Verführbarkeit der Vorgängergeneration durch den eigenen Körper
    hindurchgehen lassen. Seit diesen ersten »Besetzungen«, wie er das Werk
    von 1969 nannte, hat Anselm Kiefer dieses Thema nicht mehr losgelassen.
    Kein Wunder bei jemandem, der in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945
    geboren wurde – und zwar genau an der deutsch-französischen Grenze. Der
    Epochenbruch dieses Zweiten Weltkrieges durchzieht von Anfang das Œuvre
    Kiefers, das nicht nur durch seine schiere Anzahl, sondern auch durch
    seine Dimensionen monumental ist.

    Mit Gerhard Richter und dem gerade verstorbenen Georg Baselitz ist
    Kiefer der berühmteste deutsche Künstler der Gegenwart – aber zugleich
    sind es meist die großen Museen im Ausland, die ihm die wichtigsten
    Ausstellungen einrichten. Warum ist das so? Das fragen Florian Illies
    und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts »Augen zu«.

    Er überzieht seine Werke mit alten alchemistischen Materialien wie Blei
    und reichert sie an mit Stroh und Worten aus den Untiefen der
    Geschichte. Aber selbst die größten Hinweise auf deutsche Schuld auf
    seinen Bildern geschehen in der unschuldigen Kinderschrift, die
    charakteristisch für Kiefers Werk geworden ist. »Augen zu« erzählt die
    Lebensgeschichte Kiefers und die seines Werkes und fragt, warum er
    glaubt, mit der Monumentalität seiner Kunst auf die Monumentalität der
    deutschen Geschichte antworten zu müssen.
     

    Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

    [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
    finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf
    alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
    testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
    testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
  • Augen zu

    Gian Lorenzo Bernini: Der Mann, der Rom erfunden hat

    06-05-2026 | 45 Min.
    Erstmals sprechen Giovanni di Lorenzo und Florian Illies in »Augen zu«,
    dem Kunstpodcast der ZEIT, über einen Architekten und Bildhauer: Der
    große Barockkünstler Gian Lorenzo Bernini hat den Petersdom
    durchgestaltet, die Skulptur neu belebt – und zugleich den vielleicht
    schönsten Brunnen Roms geschaffen. Die markantesten Punkte der
    italienischen Hauptstadt tragen die Handschrift dieses wilden Genies. 

    Er lebte von 1598 bis 1680 und arbeitete in dieser Zeit gleich für acht
    verschiedene Päpste. Vor allem die Aufträge von Papst Urban VIII.
    machten ihn weltberühmt. Doch seine Kunst war so bezwingend, seine
    Fähigkeit, Marmor lebendig zu erscheinen und Kirchenräume neu zu
    gestalten, dass auch dessen Nachfolger nicht um Berninis Werke
    herumkamen. 

    Als Person war er offenbar furchtbar: hochnäsig, gefallsüchtig,
    cholerisch. Als ihn seine Geliebte mit seinem Bruder betrog, ließ er ihr
    das Gesicht zerschneiden. Daraufhin ging seine eigene Mutter zum Papst
    und bat ihn, ihren Sohn in seinem genialischen Wahn zu mäßigen. Ihr
    Sohn, so klagte sie, halte sich wohl für Gott. Aber selbst das
    beeindruckte Gottes Stellvertreter auf Erden nicht – und er beauftragte
    Bernini gleich mit dem nächsten Umbau des Petersdoms. 

    Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

    [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
    finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf
    alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
    testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten,
    testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Meer Kunst podcasts
Over Augen zu
Was macht große Kunst aus? Darf man Beuys einen Scharlatan nennen? Muss man Botticelli lieben? Mit Leidenschaft, Fachwissen und Witz entführen die beiden Gastgeber einmal im Monat ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin, ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten. Überraschende Telefonjoker bieten jeweils neue Einblicke. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – einen Kopf voller Bilder. Florian Illies schreibt, seit er denken und sehen kann, über Kunst. Er gründete nach seinem Kunstgeschichtsstudium das Magazin “Monopol” und war lange Jahre Leiter des Auktionshauses Villa Grisebach. Er ist Autor der Bücher “1913" und “Generation Golf” und Mitglied des Herausgeberrats der ZEIT. Giovanni di Lorenzo ist Chefredakteur der ZEIT und ein leidenschaftlicher Kunstliebhaber. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
Podcast website

Luister naar Augen zu, Met Groenteman in de kast en vele andere podcasts van over de hele wereld met de radio.net-app

Ontvang de gratis radio.net app

  • Zenders en podcasts om te bookmarken
  • Streamen via Wi-Fi of Bluetooth
  • Ondersteunt Carplay & Android Auto
  • Veel andere app-functies
Augen zu: Podcasts in familie
  • Podcast Neustart
    Neustart
    Maatschappij & cultuur, Technologie
  • Podcast ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das?
    ZEIT WISSEN. Woher weißt Du das?
    Maatschappij & cultuur, Onderwijs, Wetenschap