132 afleveringen
- Die Steuern sollen sinken, die Menschen sollen mehr Netto vom Brutto
haben. Deshalb wollen SPD und Union die Einkommensteuer reformieren. Vor
allem kleine und mittlere Einkommen will die Bundesregierung entlasten.
Eine entsprechende Reform könnte die Regierung noch diese Woche auf den
Weg bringen.
Das klingt gut, aber wie viel kommt am Ende wirklich bei den Menschen
an? Das klären wir in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Die
meisten Bürgerinnen und Bürger müssen sie zahlen, sie macht etwa ein
Drittel des Steueraufkommens aus. Allerdings sind auch die Ausgaben des
Staates hoch. Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden
weisen ein hohes Defizit auf, gleichzeitig steigen die Ausgaben etwa für
Verteidigung und Soziales.
„Die Regierung hat momentan kein Geld für Steuerentlastungen“, sagt der
Ökonom Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW
Berlin. Trotzdem hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Entlastungen
versprochen und will sie mit einer Steuerreform möglich machen. Wie das
zusammenpasst, erklärt Bach, der in dieser Folge unser Gast ist. Er ist
einer der profiliertesten Steuerexperten des Landes und sagt, Steuern
hätten ihn schon im Studium fasziniert. Beim DIW beschäftigt er sich
damit bereits seit über drei Jahrzehnten.
Bach hat die Pläne für die Einkommensteuerreform der Bundesregierung
genau analysiert und sagt: „Die Entlastung der arbeitenden Mitte fällt
aus. Im Gegenteil haben wir sogar eine leichte Belastung in der Mitte.“
Nur wie kommt das? Und was bringt die geplante Reform dann überhaupt
einer Familie mit zwei Kindern? Was heißt sie für einen Single? Das
klären wir in dieser Folge mit Stefan Bach.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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Angebot. - Ob in Kitas oder Jugendeinrichtungen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern:
Es fehlt an Personal – und mit dem demografischen Wandel dürfte die
Lücke weiterwachsen. Könnte es also helfen, wenn der Zivildienst im
Falle einer Wehrpflicht reaktiviert würde? Welche ökonomischen Folgen
hätte das? Was hätten diejenigen davon, die den Dienst leisten müssten –
und wie denken sie überhaupt darüber?
Darum geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts »Ist das eine
Blase?«, des Podcasts der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Anlass der Debatte ist, dass das Bundesfamilienministerium sich auf eine
mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes vorbereitet, sollte die
Wehrpflicht reaktiviert werden. Dafür befragte das Ministerium 23
Verbände und Organisationen zu ihren Kapazitäten.
Wen das Ministerium offenbar nicht befragt hat, sind diejenigen, die der
Zivildienst betreffen würde. Das berichtet im Podcast jedenfalls Amy
Kirchhoff. »Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen gehört werden, die
wissen am besten, was sie brauchen und was sie wollen«, sagt die
Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz. Sie persönlich
bewerte einen zivilgesellschaftlichen Dienst positiv, sagt die
19-Jährige, allerdings sei es viel wichtiger, zunächst Angebote zu
verbessern, die auf Freiwilligkeit setzten.
Zu Gast ist außerdem Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des
Paritätischen Gesamtverbandes, unter dessen Dach bundesweit mehr als
10.000 Mitgliedsorganisationen vereint sind. Im Podcast spricht Rock
darüber, wie groß deren Bedarf an Arbeitskräften ist. Er erklärt, warum
er sich nicht so sehr auf die mögliche Wiedereinführung des
Zivildienstes freut, sondern eher Bedenken hat und vor allem auf
freiwillige Dienste setzt, die aus seiner Sicht gestärkt werden sollten.
Rock sagt aber auch: »Wenn das kommt, dann bieten wir selbstverständlich
die Möglichkeit an, einen solchen Zivildienst abzuleisten.«
In der Folge sprechen die beiden Hosts auch mit Clara Suchy aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT, die recherchiert hat, warum ein
verpflichtender Ersatzdienst zu einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung
führen, sich aber dennoch lohnen könnte.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in
Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das
groß genug ist. Seine Lösung: Dann bauen wir halt eins. Für eine einzige
Nacht – und in zwei Monaten.
Zwischen Größenwahn, moralischen Fragen und Massenprotesten beginnt ein
riskantes Mega-Projekt.
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Angebot. - Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein
Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW
streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen
Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend
in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit
mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen
Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.
Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die
Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu
vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch
Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie
also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine
Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit.
»Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende
strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max
Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in
dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den
wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat.
»China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor
mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.«
Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage
geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft
bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die
Herausforderungen doch noch meistern könnten.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Angebot. - Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der
Krise. Und obwohl neue Technologien für neues Wachstum sorgen könnten,
stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre
Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen
schrumpft und die Innovationsaktivität im Mittelstand ist in den
vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen.
Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort.
Aber wie können wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der
Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei künstliche Intelligenz – und
haben wir im Wettlauf um KI überhaupt noch eine Chance?
Darum geht es in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
haben einen ungewöhnlichen Behördenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael
Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur für
Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien
finanzieren und anschieben, „die das Potenzial haben, unser Leben von
Grund auf zu verbessern.“
Der 62-Jährige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in
Deutschland. Aber viel zu selten würde daraus eine Geschäftsidee, ein
Unternehmen. Im Gespräch erzählt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie
Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit
rund 30.000 Verbesserungsvorschläge gesammelt hat. Außerdem verrät
Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen,
„in die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gönnen,
die da nachkommen, aber auch uns selber“, sagt er. „Und wenn man sie
sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.“
Außerdem ist Johanna Jürgens zu Gast. Die Redakteurin aus der
Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklärt, wie abgehängt Deutschland in
puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt.
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Over Ist das eine Blase?
Immer montags sprechen wir über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich ständig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann ein wirtschaftliches Phänomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast – und einem Tier.
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