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- Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD 43,8 Prozent der
Stimmen geholt, obwohl der dortige Verfassungsschutz als „gesichert
rechtsextremistisch“ einstuft. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo am
Wochenende gewählt wird, rechnet sich die Partei gute Chancen aus. Für
die Wirtschaft sind das keine guten Nachrichten – etwa, weil künftig
noch mehr Fachkräfte fehlen, wenn Zugewanderte das Land verlassen
sollen, wie es die Partei fordert. „Wenn die AfD das so umsetzen würde,
würde das dem Land wirtschaftlich und auch in anderen Bereichen
schaden“, sagt der Ökonom Joachim Ragnitz.
Der stellvertretende Leiter der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts
ist zu Gast in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Joachim
Ragnitz forscht nicht nur seit Jahren zur Wirtschaft in Ostdeutschland,
er lebt auch selbst schon lange in Sachsen-Anhalt. Dass die AfD dort
ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern so viel Zuspruch erfährt, erklärt
er sich so: „Die Leute sind unzufrieden mit der allgemeinen politischen,
wirtschaftlichen Situation.“ Ihre Wahlentscheidung sei da vor allem
Protest gegen die etablierten Parteien. Das AfD-Programm hätten
wahrscheinlich die wenigsten gelesen, meint Ragnitz.
In beiden Bundesländern schwächelt die Wirtschaft. In Sachsen-Anhalt ist
zwar über die letzten Jahrzehnte viel passiert, sagt Ragnitz. Doch mit
der Chemie steckt die wichtigste Branche des Landes in der Krise. Der
einzige Sektor, der boomt, sei die Gesundheitswirtschaft – getrieben
durch den demografischen Wandel. Ein nennenswertes Wachstum generiert
die Branche allerdings nicht. Hinzu kommen Fehler der Vergangenheit,
sagt Ragnitz. In den Neunzigern habe das Bundesland stark über seine
Verhältnisse gelebt und hohe Schulden gemacht – mit der Folge, dass bis
heute das Geld für wichtige Investitionen fehlt, etwa in eine bessere
Infrastruktur.
In Mecklenburg-Vorpommern wiederum hängt vieles an den Werften und dem
Tourismus, was sich beides aber an der Küste konzentriert. Auch da ist
die Unzufriedenheit der Menschen in vielen Landesteilen groß. Zu tun
habe der Erfolg der AfD aber auch mit der Bundespolitik, meint Joachim
Ragnitz. Was aber heißt das für die Diskussion über das laufende
Reformpaket? Und was muss passieren, damit die Wirtschaft wieder stärker
wächst? Auch darum geht es in dieser Folge.
Zu Gast bei den beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann ist neben
dem ifo-Forscher Ragnitz der ZEIT-Kollege Marc Widmann, der über seine
Recherchen in Sachsen-Anhalt berichtet. Sein Stück, in dem er erklärt,
wie Unternehmer dort auf die AfD blicken, können Sie hier nachlesen.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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Angebot. - Die Steuern sollen sinken, die Menschen sollen mehr Netto vom Brutto
haben. Deshalb wollen SPD und Union die Einkommensteuer reformieren. Vor
allem kleine und mittlere Einkommen will die Bundesregierung entlasten.
Eine entsprechende Reform könnte die Regierung noch diese Woche auf den
Weg bringen.
Das klingt gut, aber wie viel kommt am Ende wirklich bei den Menschen
an? Das klären wir in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Die
meisten Bürgerinnen und Bürger müssen sie zahlen, sie macht etwa ein
Drittel des Steueraufkommens aus. Allerdings sind auch die Ausgaben des
Staates hoch. Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden
weisen ein hohes Defizit auf, gleichzeitig steigen die Ausgaben etwa für
Verteidigung und Soziales.
„Die Regierung hat momentan kein Geld für Steuerentlastungen“, sagt der
Ökonom Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW
Berlin. Trotzdem hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Entlastungen
versprochen und will sie mit einer Steuerreform möglich machen. Wie das
zusammenpasst, erklärt Bach, der in dieser Folge unser Gast ist. Er ist
einer der profiliertesten Steuerexperten des Landes und sagt, Steuern
hätten ihn schon im Studium fasziniert. Beim DIW beschäftigt er sich
damit bereits seit über drei Jahrzehnten.
Bach hat die Pläne für die Einkommensteuerreform der Bundesregierung
genau analysiert und sagt: „Die Entlastung der arbeitenden Mitte fällt
aus. Im Gegenteil haben wir sogar eine leichte Belastung in der Mitte.“
Nur wie kommt das? Und was bringt die geplante Reform dann überhaupt
einer Familie mit zwei Kindern? Was heißt sie für einen Single? Das
klären wir in dieser Folge mit Stefan Bach.
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Angebot. - Ob in Kitas oder Jugendeinrichtungen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern:
Es fehlt an Personal – und mit dem demografischen Wandel dürfte die
Lücke weiterwachsen. Könnte es also helfen, wenn der Zivildienst im
Falle einer Wehrpflicht reaktiviert würde? Welche ökonomischen Folgen
hätte das? Was hätten diejenigen davon, die den Dienst leisten müssten –
und wie denken sie überhaupt darüber?
Darum geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts »Ist das eine
Blase?«, des Podcasts der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Anlass der Debatte ist, dass das Bundesfamilienministerium sich auf eine
mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes vorbereitet, sollte die
Wehrpflicht reaktiviert werden. Dafür befragte das Ministerium 23
Verbände und Organisationen zu ihren Kapazitäten.
Wen das Ministerium offenbar nicht befragt hat, sind diejenigen, die der
Zivildienst betreffen würde. Das berichtet im Podcast jedenfalls Amy
Kirchhoff. »Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen gehört werden, die
wissen am besten, was sie brauchen und was sie wollen«, sagt die
Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz. Sie persönlich
bewerte einen zivilgesellschaftlichen Dienst positiv, sagt die
19-Jährige, allerdings sei es viel wichtiger, zunächst Angebote zu
verbessern, die auf Freiwilligkeit setzten.
Zu Gast ist außerdem Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des
Paritätischen Gesamtverbandes, unter dessen Dach bundesweit mehr als
10.000 Mitgliedsorganisationen vereint sind. Im Podcast spricht Rock
darüber, wie groß deren Bedarf an Arbeitskräften ist. Er erklärt, warum
er sich nicht so sehr auf die mögliche Wiedereinführung des
Zivildienstes freut, sondern eher Bedenken hat und vor allem auf
freiwillige Dienste setzt, die aus seiner Sicht gestärkt werden sollten.
Rock sagt aber auch: »Wenn das kommt, dann bieten wir selbstverständlich
die Möglichkeit an, einen solchen Zivildienst abzuleisten.«
In der Folge sprechen die beiden Hosts auch mit Clara Suchy aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT, die recherchiert hat, warum ein
verpflichtender Ersatzdienst zu einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung
führen, sich aber dennoch lohnen könnte.
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Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in
Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das
groß genug ist. Seine Lösung: Dann bauen wir halt eins. Für eine einzige
Nacht – und in zwei Monaten.
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Angebot. - Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein
Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW
streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen
Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend
in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit
mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen
Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.
Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die
Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu
vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch
Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie
also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine
Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit.
»Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende
strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max
Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in
dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den
wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat.
»China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor
mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.«
Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage
geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft
bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die
Herausforderungen doch noch meistern könnten.
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Over Ist das eine Blase?
Immer montags sprechen wir über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich ständig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann ein wirtschaftliches Phänomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast – und einem Tier.
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