129 afleveringen
- Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein
Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW
streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen
Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend
in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit
mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen
Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.
Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die
Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu
vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch
Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie
also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine
Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit.
»Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende
strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max
Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in
dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den
wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat.
»China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor
mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.«
Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage
geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft
bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die
Herausforderungen doch noch meistern könnten.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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Angebot. - Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der
Krise. Und obwohl neue Technologien für neues Wachstum sorgen könnten,
stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre
Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen
schrumpft und die Innovationsaktivität im Mittelstand ist in den
vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen.
Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort.
Aber wie können wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der
Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei künstliche Intelligenz – und
haben wir im Wettlauf um KI überhaupt noch eine Chance?
Darum geht es in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
haben einen ungewöhnlichen Behördenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael
Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur für
Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien
finanzieren und anschieben, „die das Potenzial haben, unser Leben von
Grund auf zu verbessern.“
Der 62-Jährige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in
Deutschland. Aber viel zu selten würde daraus eine Geschäftsidee, ein
Unternehmen. Im Gespräch erzählt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie
Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit
rund 30.000 Verbesserungsvorschläge gesammelt hat. Außerdem verrät
Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen,
„in die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gönnen,
die da nachkommen, aber auch uns selber“, sagt er. „Und wenn man sie
sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.“
Außerdem ist Johanna Jürgens zu Gast. Die Redakteurin aus der
Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklärt, wie abgehängt Deutschland in
puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
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Angebot. - »Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte Bundesarbeitsministerin
Bärbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem
Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen
geeinigt – zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark
bleibe, meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle
bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die Mitglieder ihrer Partei,
die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf
kritisiert wurde.
Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur
Krankschreibung. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein
Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union.
Es gilt ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener
sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu
befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht hatte,
verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz
nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte einstellen
können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt
wirtschaftsfreundlich?
Darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von »Ist das eine Blase?«,
dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden
Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen darin mit Roman
Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei
schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas
geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren
Schatten gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der
Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu
einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten.
Zu Gast ist außerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die
Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei
unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands.
Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil
das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen
und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groß
der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stärkeren
Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände?
Welche Kompromisse sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD
etwa bei Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen
geht es in der neuen Folge.
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Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
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Angebot. - 15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto würden manche Politiker gerne
staatliche Subventionen kürzen, um zum Beispiel eine Reform der
Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte
Rasenmähermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht,
alle Steuervergünstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kürzen – und ist
es überhaupt möglich?
Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen überhaupt
gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in
Deutschland das meiste Staatsgeld fließt – und um wie viele Milliarden
es dabei überhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu
sparen, während Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts »Ist das
eine Blase?« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erläutert in der
Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in
Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum
etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte
steht.
»Man kann Strukturwandel nicht aufhalten«
Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren außerdem
mit dem Ökonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an
der Universität Freiburg und war lange Mitglied des Sachverständigenrats
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis
zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er außerdem den damaligen
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).
Im Gespräch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom
Subventionsabbau zu überzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken:
»Die, die getroffen sind, schreien laut – und die, die begünstigt sind,
freuen sich leise«, sagt Feld. Dennoch sei es gefährlich, an
Subventionen für Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig
Zukunft haben. »Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist,
nicht aufhalten.« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung
fördere, die Ansiedlung neuer Industrien ermögliche und Arbeitnehmer für
neue Jobs qualifiziere.
Außerdem erklärt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie
für die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa
dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er äußert sich
zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht,
Steuervergünstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Überdies
verrät der Ökonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich
ganz gestrichen werden sollten.
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Angebot. - Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase.
Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele
Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man
sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum
– oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich?
Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von »Ist das
eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für
Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim.
Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit
wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei
nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern
eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre
hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in
Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wirtschaftskrisen dieser
Art führen auch zu politischen Krisen«, sagt Krebs.
Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu
produzieren, mehr zu konsumieren und immer größere Umsätze zu erzielen?
Krebs widerspricht dieser Sicht. Für ihn steht hinter der Wachstumsfrage
vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen
wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. »Ich
denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft
vorstellen möchten.«
Dabei spart der Ökonom nicht mit Kritik an der aktuellen
Wirtschaftspolitik. Deutschland führe aus seiner Sicht die falschen
Debatten über Sozialstaat, Arbeitszeit und Bürokratie, während die
eigentlichen Probleme ungelöst blieben. Außerdem analysieren wir mit dem
ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie
Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da überhaupt wächst.
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Over Ist das eine Blase?
Immer montags sprechen wir über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich ständig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann ein wirtschaftliches Phänomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast – und einem Tier.
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